Die European Masters 2011 der RG-65 Klasse sind Geschichte

Vom vergangenen Donnerstag bis Sonntag segelten vor der Steckborner Seepromenade die Modellsegler der RG-65 Klasse um den Titel des Europameisters. Leichte Winde beherrschten die Regattaläufe und stellten die Teilnehmer vor anspruchsvolle Aufgaben.

 

Nachdem am Mittwoch die Infrastruktur mit Materialzelten für die Segler, einer Festwirtschaft  mit improvisierter Küche und den entsprechenden Signalisationen erstellt wurden, konnten rechtzeitig vor den Regattaläufen die Bootskontrollen durchgeführt werden. Dabei wurden die Bootslänge, die Masthöhe und die Segelfläche auf ihre Richtigkeit überprüft. Am Donnerstag wurde unter dem Beisein von Stadtammann Roger Forrer und Stadtrat Albert Gräflein die European Masters 2011 eröffnet. 25 Segler aus 9 Nationen konnten begrüsst werden. Neben den Europäischen Staaten Spanien, Portugal, Frankreich, Holland, England, Deutschland und der Schweiz waren auch Teilnehmer aus dem Südamerikanischen Kontinent vertreten. Zwei Segler vertraten ihr Heimatland Brasilien und ein Segler stammte aus Argentinien. In der Folge konnten am Donnerstag in zwei Startgruppen jeweils 3 Läufe gesegelt werden. Das Wetter zeigte sich von der besten Seite und liess von Anfang an eine hervorragende Stimmung unter den Teilnehmern aufkommen. Der Abend stand im Zeichen des Kennenlernens. Mit der Hörifähre besuchte die ganze Gruppe die Insel Reichenau. Der Freitag und der Samstag waren geprägt von sehr schwachen Winden. Mit diesen Wetterverhältnissen vertraut konnten sich die „Lokalmatadoren“ in Szene setzen und die Resultate vom Vortag verbessern. Marius Pinsini und Heiri Stutz hatten nicht immer das nötige Glück und mussten um ihre Platzierungen kämpfen. Insbesondere Heiri Stutz hatte zudem mit technischen Problemen zu kämpfen und rutschte in die zweite Tabellenhälfte. Die Wettervorhersagen für den Sonntag waren schwierig. Entweder Föhn oder Westwind waren angesagt. Der Föhn war einmal mehr genügend stark um die Westfront abzuhalten aber leider zu schwach um reguläre Regattaläufe zu segeln. Nach einem Startversuch am Morgen musste die Regattaserie durch den Wettfahrtleiter kurz vor Mittag abgebrochen und beendet werden. Insgesamt wurden in den vergangenen vier Tagen 30 Läufe gesegelt welche zu einem verdienten Sieg von Jorge Bercht mit der Segelnummer BRA-50, einem der extra aus Brasilien angereisten Teilnehmer führten. Jorge Bercht segelte konstant und kam mit den Verhältnissen vor Ort bestens zu recht. Zweiter wurde Tobias Laux vom Zürichsee und dritter John Tushingham aus Grossbritannien. Marius Pinsini erreichte den fünften Platz. Als Segler der sich nebenbei auch noch um viele Dinge in der Organisation zu kümmern hatte war er mit dem Erreichten mehrheitlich zufrieden. Heiri Stutz, ebenfalls einer der Hauptorganisatoren erreichte den 20 Platz. Seine technischen Probleme und das fehlende Wettkampfglück verhinderten eine bessere Platzierung.

Die Meisterschaft war geprägt durch faires Segeln und sehr kameradschaftliches Verhalten. Dies hat dem OK um Marius Pinsini und Heiri Stutz die Arbeit wesentlich erleichtert und Steckborn bei den Modellseglern weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht. Die EM war super und der Saisonhöhepunkt des RC-Sailing-Teams Untersee.

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